꩜ Zurück in mir selbst landen

Eine Pause war nötig, auch wenn es mir ganz und gar nicht leicht gefallen ist, alles aufzugeben.

2020 hat mich Plantmedicine gerufen und mit meiner ersten Reise im September 2020 war der Ripple-Effekt nicht mehr aufzuhalten. In den darauffolgenden Jahren bin ich in viele Richtungen gestürmt, habe ausprobiert, Events veranstaltet, Kurse und Teachertraining gemacht, eigene Projekte (online und offline) auf die Beine gestellt, in Studios gearbeitet und sogar einen eigenen Raum eröffnet für meine Angebote.

Die letzten Jahre waren das beste, was mir passieren konnte. Ich durfte meine Angst vor Menschen zu sprechen überwinden und feststellen, wie sehr ich es liebe persönliche Räume zu gestalten. Und ich durfte lernen, dass man sich auch ganz schön verfransen kann, wenn man nicht aufpasst.

Ich liebe es, über Musik, Bewegung und Worte Dinge weiterzugeben, die mich selbst berühren und ich liebe es, wie jede*r einzelne Mensch sich das rauspickt, was resoniert und es vollkommen einzigartig auf ganz eigene Art und Weise in sich aufnimmt.

Es gab einen Zeitpunkt, wo mir vollkommen klar wurde, wo ich mich verfranst hatte.
Meine Reise begann bei Cacao und sie war immer da, begleitete mich, auch auf Irrwegen, die ich mir selbst gesucht hatte. Sie hielt Raum, für all die Versionen, die ich versucht habe zu sein und meine Intuition wurde im Hintergrund immer stärken und lauter.

Anfang des Jahres habe ich dann alles aufgegeben.
Plötzlich hat sich nichts mehr gut angefühlt, alles was zu viel.
Mein Körper zerrissen in alle Richtungen, mein Nervensystem überfordert.
Ich war nur noch müde, lustlos. Wie kann ich etwas weitergeben, was ich selbst nicht praktiziere? Wie kann ich mich vor Menschen hinstellen und Achtsamkeit und Körperbewusstheit lehren, wenn ich selbst das Gefühl habe, dass nichts davon mehr ein Teil von mir ist.

Und nun schließt sich ein Kreis.
Ich kehre zurück zu den Wurzeln meines Weges.
Dort wo alles begann, wo mein Herz stark und unbändig schlägt und mein Körper sich zuhause fühlt. Zurück zur Medicina, zurück zum Mensch sein, zurück zu dem, was sich nicht vom Alltag trennen lässt, weil es verwoben ist, mit allem was ich denke, tue, schreibe und sage.

Theobroma Cacao war immer an meiner Seite.
In Momenten des Zweifelns, der Aufgabe, des Vergessens war sie da.

Der Kakaobaum ist nicht klein und er ist nicht riesig groß.
Er wächst im Urwald auf mittlerer Höhe im schützenden Schatten anderer Bäume. Dieser Schatten ist wichtig, damit er wachsen kann. Geschützt vor praller Sonne ist der Cacaobaum auf Mücken angewiesen, die die Blüten bestäuben, damit sich die herrlichen Cacao Früchte entwickeln können. Aus den kleinsten Pollen, geliefert von kleinsten Insekten in die feinsten Blüten gebracht entsteht eine wunderschöne Frucht mit magischem Inhalt.

Theobroma Cacao ruft mich zurück in ihren Schoß und ich folge diesem Ruf.
Ich lande wieder, zurück in mir selbst, halte mein Herz in meinen Händen.
Dunkelrot, kräftig schlagend und angefüllt mit Liebe für diesen Lebensweg.